Schlussfolgerungen des Symposiums „Youth Policy Responses to the Contemporary Challenges Faced by Young People“ (12./14. Juni, Prag)

Elena Ceban vom Zentrum für interkulturellen Dialog in Mazedonien und ein Mitglied des DYPALL-Netzwerks teilten die Schlussfolgerungen des Sy mposium „Jugendpolitische Antworten auf die aktuellen Herausforderungen junger Menschen“ vom 12. bis 14. Juni 2017 in Prag:

Das Symposium, das vom 12. bis 14. Juni im Rahmen des tschechischen Vorsitzes des Ministerkomitees des Europarates stattfand, versammelte 110 Vertreter von Regierungen, nichtstaatlichen und internationalen Organisationen, Universitäten und Forschungsinstituten usw. mit dem Ziel, die Herausforderungen, vor denen junge Menschen in ganz Europa stehen, zu erfassen und zu diskutieren und zusammenzuarbeiten, um mögliche politische Antworten auf diese Herausforderungen zu ermitteln.

Das Symposium integrierte Plenarsitzungen, thematische Gruppen und informelle Netzwerke, um den Austausch von Praktiken und Ideen zu erleichtern. Die sechs thematischen Gruppen arbeiteten daran, die Herausforderungen und die politischen Antworten zu ermitteln, mit denen sie angegangen werden, indem sie aus der Perspektive der folgenden Themen betrachteten: „Zugehörigkeit“, „Agentur und Empowerment“, „Teilnahme und Ausdruck“, „Freiwilligentätigkeit“, „Lernen und Aus- und Weiterbildung“ sowie „Arbeiten und Schaffen“.

Auf der Plenartagung zum Geschichtenerzählen erzählte Bruno Antonio (DYPALL) seine persönliche Geschichte als mögliche jugendpolitische Antwort und betonte, dass Jugendpolitik kein Wunsch ist – sie ist ein Muss, nicht nur für die Jugend, sondern auch für die lokale Gemeinschaft. Er erläutert das Konzept des DYPALL-Netzwerks im Zusammenhang mit der Stärkung der Kapazitäten von Akteuren auf lokaler Ebene, die sich mit jugendbezogenen Fragen befassen, um die Herausforderungen anzugehen, mit denen junge Menschen konfrontiert sind.

Die von den Teilnehmern nach dem Brainstorming in den thematischen Gruppen zusammengestellten Kernbotschaften werden demnächst auf der offiziellen Website des Europarats veröffentlicht. In der Zwischenzeit können einige der Schlussfolgerungen der Arbeitsgruppen wie folgt gelesen werden:

  • Die Jugendpolitik existiert in einem politischen Kontext, daher muss die Ungleichheit anerkannt werden.nd aus der politischen Perspektive angesprochen werden;
  • Der Rahmen für die Freiwilligentätigkeit muss überarbeitet und aktualisiert werden, wobei den derzeitigen Gegebenheiten und den unterschiedlichen nationalen Rahmen Rechnung zu tragen ist;
  • Solidarität spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des Zugehörigkeitsgefühls und der Akzeptanz verschiedener Identitäten;
  • Der strukturierte Dialog sollte als Praxis auf nationaler und lokaler Ebene gefördert werden, um einen echten Dialog zwischen Entscheidungsträgern und jungen Menschen zu erreichen;
  • Die Anerkennung der Jugendarbeit als Ansatz in der Bildung und der nichtformalen Bildung als Methodik würde zum Aufbau einer inklusiveren und bedarfsorientierteren Jugendpolitik beitragen;
  • Der sektorübergreifenden Zusammenarbeit und dem generationenübergreifenden Ansatz sollte mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, um erfahrene und erprobte Methoden mit neuen und innovativen Ideen zu kombinieren.

Jacob Kornbeck, Referent in der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission, schloss das Symposium mit den Worten ab, dass junge Menschen im Mittelpunkt aller Prozesse der Politikgestaltung stehen sollten, denn „Wenn Sie nicht am Tisch sitzen, stehen Sie auf der Speisekarte“.

Alle relevanten Dokumente zum Symposium finden Sie hier hier.

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